30.01.2020, 19.00 Uhr Themen die mich angehen: Wie kommt ein Angeliter dazu, Teammitglied der chinesischen Mondmission zu werden?
Nie hätte Reinhard Kühn aus Sörup gedacht, jemals so berühmt zu werden! Schon als Jugendlicher fand er es „ganz spannend“ mit Funkwellen Informationen zu übertragen und mit Erreichen des 18. Lebensjahres machte er sofort seine Lizenz zum Funkamateur. Als Rentner setzte er seinen Traum um: Eine ganz große Antenne wollte er bauen. Nach eigenen Entwürfen und Berechnungen entstand das 13m breite, 10m lange und 5m hohe Antennengebilde. Im November 2016 war das auch finanziell aufwendige Werk vollendet. Die Riesenantenne eröffnete ihm die fast unglaubliche Chance, als Privatperson ins All senden zu können. Technisches Wissen, durchgerechnete Simulationen, dicke Kabel und präzise Arbeit waren die Voraussetzung.
Er löste für die chinesische Mondmission die Kamera aus und schoss so ein spektakuläres Bild von der Rückseite des Mondes mit der Erde im Hintergrund. Dieses Bild ging um die Welt. Aber es gelangen noch viel mehr TollKÜHNheiten!
Am Donnerstag, dem 30. Januar 2020 erzählt er von 19-21 Uhr im Dag-Hammarskjöld-Haus in Schuby in der Bahnhofstraße 3 neben der Kirche von seinen Husarenstücken. Es laden ein die Kirchengemeinde und der Ortskulturring Schuby sowie die Gruppe „Themen, die mich angehen“. Hörgeräteträgern wird über eine spezielle Anlage besseres Sprachverständnis angeboten.

27.02.2020, 19.00 Uhr Themen die mich angehen: Das Dilemma zwischen Entwicklung der Weltbevölkerung und dem Naturschutz
Tagtäglich wird „Otto Normalbürger“ daran erinnert, dass er sich naturschutzbewusster und klimafreundlicher verhalten soll. Doch was wird von den Ratschlägen tatsächlich umgesetzt?
Naturschutzverbände sind glücklich über jeden Meter gewonnenes Schutzgebiet und versuchen, Kindern wieder das Spielen als reizvolle Alternative zum Socialmedia-Konsum schmackhaft zu machen. Landwirte sind glücklich über jeden Meter Ackerboden den sie bewirtschaften können, um damit den Konsum der Bevölkerung zu decken. Forscher aus der Medizin sind glücklich darüber, demnächst eine Lebensdauer von 130 Jahren möglich machen zu wollen.
Kann all das zusammen funktionieren? Weiterentwicklung der Industrie, aber bitte Co2-frei, Reduzierung der Weltbevölkerung aber wie, Naturschutz wahren und trotzdem effektiv wirtschaften? Spannende Fragen! Hans-Jürgen Boeck wird anhand von Beispielen über Ursachen und Zusammenhänge referieren.
Am Donnerstag, dem 27. Februar 2020 bietet das Dag-Hammarskjöld-Haus in Schuby, Bahnhofstraße 3 bei der Kirche von 19-21 Uhr Raum zum Zuhören und Diskutieren. Veranstalter sind die Kirchengemeinde und der Ortskulturring Schuby sowie die Gruppe „Themen, die mich angehen“. Hörgeräteträgern wird über eine spezielle Anlage besseres Sprachverständnis angeboten.

Das UNESCO-Weltkulturerbe am Beispiel Danewerk und Haithabu

Am Donnerstag, dem 26. März 2020 wird Matthias Maluck darüber berichten, warum es erstrebenswert ist, einen UNESCO-Weltkulturerbe-Titel zu erhalten. Der 47-jährige ist der Welterbe-Beauftragte des Archäologischen Landesamtes in Schleswig-Holsteins und hat von Anfang an maßgeblich mit dazu beigetragen, dass dieser Titel Haithabu und dem Danewerk verliehen wurde.
Viele Hürden mussten genommen werden, bevor die Weltkulturerbe-Kommission dieses Prädikat vergab, denn es war klar nachzuweisen, dass es sich um eine Kulturerbestätte handelt. Wie haben sich die vielen zwischen Nord- und Ostsee liegenden Wälle entwickelt, wie das Seesperrwerk in der Schlei und was ist davon heute noch zu sehen? Die gesamte Anlage zieht sich über 33 km durch das Land, ist im 5. Jahrhundert n. Chr. entstanden und wurde bis ins 20. Jahrhundert genutzt.
Mit der Vergabe der Auszeichnung ist verbunden, dass es ein Management gibt, das sich um den Erhalt des Bauwerkes kümmert und dieses als Denkmal schützt. Das Management muss auch dafür sorgen, dass die Besucher und diejenigen, die sich dafür interessieren, erfahren, warum das Bauwerk geschützt wird und weshalb es wichtig ist, es zu erhalten. Die Vergabe des Titels führte dazu, dass Haithabu und das Danewerk besser wahrgenommen werden und dass der Tourismus aufmerksamer darauf wurde. Dörfer und Gemeinden begannen Projekte umzusetzen und es entstand eine gefühlte gemeinschaftliche Verantwortung in der Region.
Einmal im Jahr werden die Titel von der UNESCO vergeben und maximal zwei davon können nach Deutschland gehen. Schleswig-Holstein verfügt derzeit über drei Titel: die Lübecker Altstadt, das Schleswig-Holsteinische Wattenmeer und seit Juli 2018 nun auch Haithabu und Danewerk.
Der Vortrag von Matthias Maluck findet im Dag-Hammarskjöld-Haus bei der Kirche in Schuby, Bahnhofstraße 3 von 19 bis 21 Uhr statt. Hörgeräteträgern wird über eine spezielle Anlage besseres Sprachverständnis angeboten.